Versetzeinleitung

Versetzanleitung

für Donauzaun

1. Fundament:  Um Frostschäden zu vermeiden muss, je nach regionalen Gegebenheiten, ein Fundament mit einer Mindesttiefe von 60 cm hergestellt werden. Die Fundamentbreite sollte ca. 30 cm betragen. Das Fundament wird mit Füllbeton der Güteklasse C 16/20 XC1 ausgegossen und entsprechend den statischen Erfordernissen mit 3 bis 4 Stangen 10 mm-Baustahl bewehrt, um Setzungen zu verhindern (Skizze a). Mindestens alle 6 m ist eine senkrechte Dehnfuge mittels z.B. 10 mm Styroporplatten (ev. bei den Pfeilern) vorzusehen. Die Oberfläche des Fundaments sollte möglichst gerade abgezogen sein! Im Bereich der Pfeiler sind mindestens zwei Steckeisen mit 10 mm Stärke senkrecht in Pfeilerhöhe einzubauen. Weiters sind im Abstand von 25 bis 30 cm 10-er Steckeisen im Fundament vorzusehen, um die Verbindung von Mauerwerk und Fundament zu gewährleisten.

Ist der Boden zu wenig gefestigt, können zur Herstellung des Fundamentes auch HA-Schalungssteine (30 x 50 x 25 cm), für das Fundament verwendet werden (Skizze b). Auch hier muss nach statischen Erfordernissen bewehrt, eine senkrechte Dehnfuge (Styroporplatten) eingefügt und nach dem Ausfüllen der Steine mit Beton eine gerade, waagrechte Oberkante abgezogen werden. Wo Pfeiler sind, sind mindestens zwei Steckeisen zu setzen.

2. Mauersetzung:  Nach dem Aushärten des Fundaments wird die erste Reihe des Donauzauns in ein 3 bis 4 cm dickes Mörtelbett gesetzt. Wichtig: Es muss immer dort mit dem Ansetzen der Zaunsteine begonnen werden, wo fixe Maße vorgegeben sind (z.B. Garagenzufahrt, Grundgrenze). Auf jeden Zaunstein der ersten Reihe wird vor dem Ansetzen an beiden Stirnseiten Flexkleber aufgetragen. Achtung: Besonders die erste Steinreihe muss mit der Wasserwaage genau ausgerichtet werden.

Bevor die nächste Reihe angesetzt wird, muss bei jedem Zaunstein der versetzten Steinreihe an beiden Kopfkanten und an beiden Längskanten mit einer Spachtel Flexkleber dünn aufgetragen werden. Betongrate sind vor dem Ansetzen mechanisch, überschüssiger Kleber ist sofort nach dem Ansetzten mit Wasser und Schwamm zu entfernen.

Jede neue Reihe wird abwechselnd mit einem ¾-Stein oder ½-Stein aufgesetzt (Skizze c). Zwischen den Steinreihen können noch zusätzlich Armierungseisen in die dafür vorgesehenen Ausnehmungen eingelegt werden. Bei Eckausbildungen werden die Zaun- oder Pfeilersteine bauseits mit einem entsprechenden Schneidegerät auf den erforderlichen Gehrungswinkel geschnitten. Der geschnittene Stein sollte sofort mit klarem Wasser gereinigt werden. Nach Aushärtung des Flexklebers werden alle Zaunsteine mit Beton Güteklasse mindestens C20/25 XC2 verfüllt.

3. Pfeilersetzung:  Wenn das Mauerwerk fertig ist, werden die Pfeiler in gleicher Art und Weise aufgesetzt: Flexkleber auftragen, Pfeilersteine über die Steckeisen schieben (Skizze d) und aufsetzen, ausrichten, reinigen und mit Beton verfüllen. Donauzaun-Pfeiler können in zwei Dimensionen ausgeführt werden: 30 cm Länge (30 x 23 x 15 cm) oder 45 cm Länge (45 x 23 x 15 cm).

4. Abdeckung:  Auch zum Aufkleben der Mauer- und Pfeilerabdeckplatten wird Flexkleber verwendet, der mit einer Zahnkelle vollflächig aufgetragen wird. Zwischen den Platten muss unbedingt eine 5 mm breite Fuge vorhanden sein (Skizze e).

5. Sonstiges:  Verankerungen für Zaunfelder können nach Aushärtung des Betons wie bei jeder Mauer gebohrt und verdübelt werden. Um ein ausgewogenes Erscheinungsbild des Donauzaunes zu erreichen, wird empfohlen, Steine aus mehreren Paletten zu mischen. Produktionsbedingte Farbabweichungen bzw. Ausblühungen sind möglich.

Sowohl Längs- und Querfugen bei Mauer- und Pfeilersetzung, als auch Pfeiler- und Mauerabdeckfugen werden mit Natursteinsilikon verfugt.